Ruanda-Land der tausend Hügel

Unsere erste Ferienwoche haben wir bei unseren Mitfreiwilligen in Ruanda verbracht. Wie schon von anderen Reisen gewohnt ging es Sonntag um 6 Uhr morgens los. Die Busfahrt nach Kigali (Ruanda) ereignete sich dann aber doch etwas stressiger als die Reise nach Kampala oder Mwanza, weil es keinen Direktbus von Bukoba nach Ruanda gibt. In einem mittelgroßen Bus ging es erst einmal 3 Stunden an der Küste des Lake Viktorias Richtung süden. Dort mussten wir in einem kleinen Dorf umsteigen und fuhren mit einem Dalla Richtung Westen weiter. Diese vier Stunden im Dalla schienen nicht rumzugehen. Es war sehr eng, sehr warm und eine der schlechtesten Straßen auf der ich bisher in ganz Afrika gefahren bin. An der Grenze mussten wir dann noch einmal umsteigen und fuhren die letzten 4 Stunden bis in die Hauptstadt von Ruanda. Die letzten 4 Stunden waren dabei angenehmer, nicht nur weil die Straßen in Ruanda wirklich gut sind, sondern weil sich auch mit jedem Kilometer die Landschaft geändert hat. Es wurde viel grüner und sehr viel bergiger. In Kigali wurden wir dann von unseren Mitfreiwilligen vom ASC mit selbstgemachten Hotdogs überrascht. Auf jeden Fall eine tolle Überraschung vorallem weil man in Bukoba kein Baguette, geschweige denn Würstchen bekommt. In den nächsten 3 Tagen haben wir Kigali erkundet, eine Stadt die eine unglaublich gute Infrastruktur hat, unglaublich sauber ist (Plastiktüten sind verboten) und mit den großen Hochhäusern sehr an Europa erinnert. Wir haben das im Vergleich zu Bukoba abwechslungsreiche Essen genossen, waren im Kino (Star Wars – Rogue Nation) und haben uns das sehr moderne Museum zur Erinnerung an den Genozid in 1994 angeschaut. Damals tötete die Volksgruppe der Hutus ca. 1.000.000 Angehörige der Tutsi Volksgruppe in nur wenigen Tagen. Noch heute sind sehr viele Menschen von den Auswirkungen betroffen, haben Eltern, Familien und Freunde verloren. Ein sehr schockierendes Ereignis, an das das Museum erinnert und seinen Besucher versucht aufzuklären dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. 

Am Donnerstag ging es für uns dann raus aus Kigali Richtung Nord-Westen. 3 Stunden kurvenreiche Strecke führten uns an den Lake Kivu. Als der Bus nach einer Stunde eine kurze Pause gemacht hat und aus einem entgegenkommenden Bus ein junge ausgestiegen ist und sich erst einmal erbrochen hat, habe ich schon Angst bekommen. Aber wir haben alle die Busfahrt ohne Zwischenfälle überstanden und wurden von einer unglaublichen Aussicht auf den See von unserem Hotel aus begrüßt.

Wir haben eine 2 Stündige Bootsfahrt gemacht, bei der wir zwei Inseln, eine mit Affen und eine mit millionen Fledermäusen besichtigt haben.

Der See ist unglaublich schön und auf jeden Fall eine Reise Wert!

Samstag ging es für uns dann wieder für eine Nacht zurück nach Kigali wo wir dann auch Sonntag morgen um 6 Uhr wieder gen Bukoba gefahren sind. Die Rückreise war leider wieder die Gleiche Strecke, diesmal sogar 4 verschiedene Fahrzeuge und eine Reisezeit von knapp 13 Stunden. Aber die es hat sich gelohnt diese Tortur auf uns zu nehmen, Ruanda ist ein unglaublich schönes Land und Kigali eine tolle Stadt!

Jetzt sind wir wieder in Bukoba und schon ein wenig im Weihnachtsstress bevor es Sonntag wieder unsre große Tansania-Tour startet.

Ich wünsche schon jetzt eine schöne Weihnachtszeit!
Lukas

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